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Sexuell übertragbare Krankheiten


Was versteht man unter sexuell übertragbaren Krankheiten bzw. Geschlechtskrankheiten?

Der Unterschied zwischen sexuell übertragbaren Krankheiten und Geschlechtskrankheiten liegt darin, dass Geschlechtskrankheiten wie zum Beispiel Syphilis oder Tripper meldepflichtig sind. Das heißt, dass der behandelnde Arzt eine anonyme Meldung bei den Gesundheitsbehörden vornehmen muss. Geschlechtskrankheiten sind ebenso sexuell übertragbare Krankheiten.

Eine Übertragung findet in der Regel durch ungeschützten Geschlechtsverkehr statt. Das Risiko steigt mit der Anzahl der verschiedenen Sexualpartner, daher ist "Safer Sex" total wichtig, denn dadurch lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer Infektion verringern.

Welche Krankheiten gibt es?

Folgende Krankheiten haben wir hier für dich zusammengefasst:


Syphilis

Synonyme: harter Schanker, Lues venerea

Die Übertragung von Syphilis findet durch ungeschützten sexuellen Kontakt statt. Die Erkrankung erfolgt über die Schleimhäute und die Krankheit wird durch das Bakterium Treponema pallidum ausgelöst. Eine an Syphilis erkrankte Frau kann ihr Kind während der Schwangerschaft und später während der Geburt anstecken.

Wenn die Erkrankung nicht behandelt wird, so verläuft diese in vier Stadien:

1. Stadium:

In diesem Stadium bildet sich der so genannte harte Schanker. An der Eintrittsstelle der Bakterien erscheint ein schmerzarmes bzw. schmerzloses, verhärtetes Geschwür. Dieses Geschwür kann sich am Penis, an den Schamlippen, der Vagina oder bei oraler Ansteckung im Mund- und Rachenraum bilden. Da das Geschwür nach einigen Wochen von selbst abheilt bleibt die Erkrankung meist unerkannt. In diesem Stadium besteht erhöhte Ansteckungsgefahr!

2. Stadium:

Dieses Stadium beginnt ca. 2 Monate nach der Infektion. In diesem Stadium kann es zu Veränderungen der Haut und der Schleimhaut kommen. Häufig wird dieses Stadium von grippeähnlichen Symptomen begleitet, wie zum Beispiel Fieber, Gelenksschmerzen und Schlappheit. Aufgrund der auftretenden, nässenden Hautausschläge besteht auch in diesem Stadium höchste Ansteckungsgefahr.

Diese ersten 2 Stadien nennt man Frühsyphilis. Danach folgt eine Latenzzeit, d.h. eine zeitliche Verzögerung der Krankheit. So kommt es häufig vor, dass Monate oder Jahre zwischen der Frühsyphilis und der Spätsyphilis liegen, in denen kein offensichtliches Krankheitsbild erkennbar ist. Die Infektionsgefahr bleibt jedoch erhalten. Die nächsten und letzten beiden Stadien bezeichnet man als Spätsyphilis.

3. Stadium:

Im 3. Stadium beginnt der Befall der inneren Organe, der Muskeln und der Haut. Weitere schwere Erkrankungen an Leber, Knochen und Nervensystem sind möglich. In diesem Stadium kann es zu gummiartigen Knoten bzw. Geschwüre (so genannte Gummen) kommen. Diese können sowohl äußerlich als auch innerlich, zum Beispiel an der Luftröhre auftreten. Neben den Gummen sind auch Entzündungen der Knochenhaut, sowie Gefäßentzündungen möglich. Im 3. Stadium der Syphilis sind kaum noch Erreger nachweisbar.

4. Stadium:

In diesem Stadium erkrankt ein Großteil der Patienten an einer Hirnhautentzündung. Diese wirkt sich negativ auf die Sehkraft aus und es resultieren daraus Sehstörungen, die bis zur Erblindung führen können. Bei einer unbehandelten Erkrankung folgt die Zerstörung des Nervensystems und des Knochenmarks. Es kommt zum Verlust der Schmerz- und Temperaturwahrnehmung. Weitere Symptome des 4. Stadiums sind Gehstörungen, sowie Kontrollverlust über Blase und Darm. Bei unbehandelten Patienten tritt eine Lähmung auf.

Behandlung:

Syphilis wird mit dem Antibiotikum Penicillin behandelt, da eine Resistenz des Erregers bisher nicht bekannt ist. Frühsyphilis, bzw. Syphilis im 1. Stadium ist mit hoher Wahrscheinlichkeit vollständig heilbar. Leidet der Patient bereits an Spätsyphilis, so ist das Risiko von Folgeschäden sehr groß, jedoch kann das Fortschreiten der Krankheit durch Penicillin verhindert werden.

Tripper

Synonyme: Gonorrhoe

Tripper ist eine Infektionskrankheit, die durch Gonokokken übertragen wird. Tripper zählt zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Gleich wie bei Syphilis findet die Übertragung über Schleimhäute statt, die meist durch geschützten sexuellen Kontakt verhindert werden könnte. Eine Übertragung von der infizierten Mutter auf das Kind ist während der Schwangerschaft und Geburt bei dieser Erkrankung möglich.

Die Erkrankung tritt ca. 3-10 Tage nach der Ansteckung auf. Häufige Symptome sind die Entzündung der Harnröhre, sowie Juckreiz im Genitalbereich, gelb-grünlicher bzw. eitriger Ausfluss. Weiters können Beschwerden im Analbereich, sowie im Mund- und Rachenraum auftreten. Weitere mögliche Symptome beim Mann sind starke Schmerzen der Prostata, sowie der Nebenhoden. In Folge kann es zu hohem Fieber und starken Unterleibsschmerzen kommen.

Behandlung:

Da es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit handelt, wird diese mit Antibiotikum behandelt. Im Gegensatz zu Syphilis kam es bei Tripper bereits zu einer Resistenz gegenüber Penicillin. Da es bei dieser Erkrankung zu keiner Immunisierung nach einer erstmaligen Infektion kommt, ist es wichtig, auch den Sexualpartner zu behandeln, um einer neuerlichen Ansteckung vorzubeugen.

Hepatitis

Synonyme: Leberentzündung

Es gibt viele verschiedene Hepatitis-Viren: Hepatitis A, B, C, D, E. Die Symptome sind meist ähnlich und die Dauer der Erkrankung hängt von der Hepatitisform ab. Nach der Ansteckung mit einem Hepatitis-Virus kann es unter anderem zu Kopfschmerzen, Schlappheit und Gelbfärbung der Haut kommen. Die Schwere der Erkrankung und die Symptome sind wiederum abhängig von Alter und Hepatitisart. Während bei Kindern die Erkrankung beinahe beschwerdefrei verlaufen kann, so ist eine Erkrankung im hohen Alter wesentlich schwerer.

Die Übertragung des Hepatitis-Virus erfolgt je nach Art des Erregers über Blut, Körperflüssigkeiten oder durch eine fäkal-orale Infektion - das heißt über Kot oder Urin gelangt das Virus beispielsweise über den Mund in den menschlichen Körper. Die Ansteckung ist daher über eine Kontakt- bzw. Schmierinfektion möglich. Drogenabhängige Personen tragen ein erhöhtes Risiko, sich über verunreinigtes Besteck zu infizieren. Auch durch Tätowierungen oder Piercings ist eine Ansteckung möglich.

Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, gibt es bei den Hepatitisformen A + B eine Schutzimpfung. Weiters ist ein hoher Hygienestandard bezüglich des Trinkwasser und der Nahrungsmittel wichtig, da auch hier eine Übertragung möglich ist. Für Drogenabhängige gilt: nur steriles Drogenbesteck verwenden. Ein weiterer und wichtiger Schutz ist die Verwendung von Kondomen, um sich vor einer Hepatitis-Infektion zu schützen.

Sowie bei Syphilis und Tripper kann auch hier eine Infektion während der Schwangerschaft und Geburt stattfinden.

Herpes genitalis

Synonyme: Herpes sexualis

Herpes genitalis ist eine ansteckende Virus-Infektion, die Nervenzellen zerstört und in Form von Bläschen auftritt. Die Erkrankung Herpes genitalis wird durch Herpes-simplex-Viren (HSV) vom Typ 1 und 2 ausgelöst. Etwa ein Drittel des Herpes genitales wird durch HSV 2 ausgelöst.

So wie der Name schon sagt wird Herpes genitalis hauptsächlich durch sexuellen Kontakt übertragen, jedoch ist eine Übertragung bereits während der Geburt möglich. Ein Teil der Menschen trägt Antikörper gegen Herpes-Viren in sich, somit kommt es zu keinem Ausbruch der Erkrankung. Ist man einmal mit Herpes-Viren infiziert worden, so ist ein immer wiederkehrender Ausbruch nach einer Latenzzeit (d.h. nach einer zeitlichen Verzögerung) möglich, da die Viren lebenslang im menschlichen Organismus bleiben.

Erste Anzeichen für eine Infektion mit Herpes-Viren können bereits Fieber und Kopfschmerzen sein. Bei Herpes genitalis bilden sich Bläschen im Genitalbereich. Diese können ein Brennen und Jucken verursachen, sowie Schmerzen beim Wasserlassen. Bei einer oralen Infektion kann es zur Bläschenbildung im Mund- und Rachenraum kommen.

Bei Herpes genitales ist eine medikamentöse Behandlung empfehlenswert, um die Dauer der Erkrankung zu verkürzen. Je nach Schwere der Erkrankung ist eine Behandlung in Salben- und Tablettenform, sowie als Infusion möglich.

Ulcus molle

Synonyme: weicher Schanker

Die Geschlechtskrankheit weicher Schanker wird durch das Bakterium Haemophilus ducreyi ausgelöst. Die Übertragung findet meist durch ungeschützten sexuellen Kontakt statt und könnte wie viele andere Erkrankungen durch die Verwendung von Kondomen vermieden werden.

Erste Anzeichen einer Infektion äußern sich in den meisten Fällen wenige Tage nach der Ansteckung. Symptome dieser Erkrankung sind vorerst Bläschen im Genitalbereich, die sich im Verlauf der Erkrankung zu Geschwüren bilden. Bei Männern findet häufiger eine Ansteckung statt, als bei Frauen. Die Hautschwellungen bzw. Geschwüre sind meisten sehr schmerzhaft. Bei Frauen jedoch kann die Erkrankung in manchen Fällen ohne äußere Anzeichen einer Infektion verlaufen.

Die Behandlung erfolgt mit Hilfe von Antibiotika, jedoch findet keine Immunisierung nach Verschwinden der äußeren Symptome statt. Daher ist ein wiederkehrender Ausbruch der Erkrankung möglich, da der Erreger im Körper verweilt. Um eine weitere Infektion zu vermeiden ist eine sexuelle Enthaltsamkeit während der Dauer der Ausheilung notwendig. Weiters ist es bei einer Ansteckung ratsam, auch gleich den Sexualpartner auf eine eventuelle Infektion untersuchen zu lassen.

Kondylome

Synonyme: Feigwarzen, Feuchtwarzen, Condylomata acuminata, Condylomata plana, Condylomata gigantea

Bei Kondylomen handelt es sich um eine Virus-Infektion. Die Übertragung findet häufig durch ungeschützten sexuellen Kontakt über die so genannten humanen Papillom-Viren (HPV) statt. Nach der Infektion kommt es zu Gewebswucherungen im Genitalbereich. Betroffene klagen meist über Jucken, Brennen und in manchen Fällen sogar über Blutungen und Ausfluss. So genannte flache Kondylome sind mit bloßem Auge nicht erkennbar und können nur durch diagnostische Maßnahmen erkannt werden.

Bei dieser Erkrankung können einige Monate, sogar Jahre zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit liegen. Aus diesem Grund lässt sich meist nicht nachvollziehen, wann man sich infiziert hat, da der Zeitpunkt der Ansteckung lange Zeit vor dem Ausbruch liegt. Bei Papillom-Viren besteht die Gefahr einer Krebserkrankung für Frauen. Seit geraumer Zeit gibt es die Möglichkeit einer Schutzimpfung gegen verschiedene HPV-Typen, um Gebärmutterhalskrebs durch HPV vorzubeugen. Als Prävention ist es als Frau wichtig, regelmäßig einen Krebsabstrich beim Frauenarzt machen zu lassen.

Auch hier gilt wieder: bei einer möglichen Infektion sollte sich auch der Partner untersuchen lassen!

Die Behandlung von Kondylomen erfolgt entweder medikamentös oder durch einen operativen Eingriff. Hierbei werden die Feigwarzen beispielsweise mit einem Laser chirurgisch entfernt.

Trichomoniasis

Synonyme: Trichomonas vaginalis, Trichomonas urogenitalis, Trichomonaden-Infektion

Bei dieser sexuell übertragbaren Erkrankung handelt es sich um eine Krankheit, die durch so genannte Parasiten hervorgerufen wird. Typisches Krankheitsbild ist die Entzündung der Harnwege, sowie der Scheide. Bei der Frau kann es zu eitrigem Ausfluss, Blutungen und starken Juckreiz kommen. Die Erkrankung ist in vielen Fällen beim Mann harmloser. In schweren Fällen kommt es zur Entzündung der Harnblase, Prostata, Eichel, Harnröhre und der Nebenhoden. Die Erkrankung kann auch symptomlos verlaufen.

Bei jungen Frauen bzw. Mädchen, die an Trichomoniasis erkrankt sind besteht ein erhöhtes Risiko der HIV-Infektion, bei schwangeren Frauen kann eine Fehlgeburt auftreten.

Die Erreger, welche die Erkrankung auslösen, sind die so genannten Trichomonas vaginalis. Der Parasit gehört zu den Geißeltierchen und die Übertragung erfolgt über sexuellen Kontakt. Auch eine Schmierinfektion - beispielsweise durch die gemeinsame Benützung von Handtüchern – ist möglich.

Die Erkrankung ist durch einen Abstrich mikroskopisch nachweisbar. Zur Ausheilung ist eine antibiotische Behandlung, sowie sexuelle Enthaltsamkeit und Mitbehandlung des Partners notwendig.

Trichomoniasis zählt zu den weitverbreitesten, sexuell übertragbaren Krankheiten und auch hier kann einer Infektion durch Safer Sex vorgebeugt werden.

Chlamydia trachomatis

Synonyme: Chlamydien-Infektion

Die Erkrankung an Chlamydia trachomatis äußert sich durch eine Entzündung der Harnröhre. Sofern die Krankheit nicht symptomlos verläuft, sind typische Krankheitsmerkmale Jucken, Brennen, Probleme beim Wasserlassen - verbunden mit starkem Harndrang - und eitrigem Ausfluss. Bei Männern ist zusätzlich eine Entzündung der Nebenhoden und Prostata möglich. Bei Frauen besteht die Gefahr, dass es zur Entzündung der Eileiter oder der Eierstöcke kommt, denn das kann im schlimmsten Fall zu einer Eileiterschwangerschaft oder in manchen Fällen zur Unfruchtbarkeit führen.

Die Übertragung der Chlamydien findet durch eine Kontakt- oder Schmierinfektion statt. Diese kann sowohl beim ungeschützten Geschlechtsverkehr, als auch während der Geburt eines Kindes vorkommen. Eine weitere Vorbeugungsmaßnahme neben der Verwendung von Kondomen ist das Beachten eines hohen Hygiene-Standards, vor allem bei Auslandsaufenthalten. Die Erkrankung an Chlamydia trachomatis kann durch einen Zellabstrich nachgewiesen werden. Während des Krankheitsverlaufes können Augenentzündungen und Gelenksschmerzen als Nebenerscheinungen auftreten. Weiters besteht bei einer Chlamydien-Infektion erhöhtes Risiko einer HIV-Ansteckung.

Behandelt wird die Erkrankung durch Antibiotika. Während dieser Zeit sollte der Betroffene sexuell enthaltsam leben. Da es sich bei Chlamydia trachomatis um eine höchstinfektiöse Krankheit handelt, ist es sehr wichtig, auch den Sexualpartner behandeln zu lassen, da es sonst zur gegenseitigen Ansteckung kommt.

Mycoplasma genitalium

Synonyme: Mykoplasmen-Infektion

Eine Mykoplasmen-Infektion verursacht Entzündungen im Genitalbereich. Bei Frauen kann es zu Entzündungen der Harnwege, Eileiter und Eierstöcke, Scheide, Gebärmutter und des Gebärmutterhalses kommen. Bei Männern sind häufige Symptome: gelblicher Ausfluss, Probleme beim Wasserlassen, starker Harndrang. Bei beiden Geschlechtern kann die Erkrankung zur Unfruchtbarkeit führen. Weiters stellt die Infektion ein Risiko für das Neugeborene dar, da eine Übertragung während der Schwangerschaft und der Geburt möglich ist.

Der Nachweis ist durch einen Abstrich des Zellgewebes möglich. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotikum. Wie bei anderen sexuell übertragbaren Krankheiten ist auch hier die Behandlung des Partners wichtig, um eine weitere Übertragung bzw. Neuinfektion auszuschließen.

Candidose

Synonyme: Candida-Infektion, Soor

Candidose ist eine Erkrankung, die durch den Pilz Candida albicans hervorgerufen wird. Dieser Hefepilz besiedelt die Schleimhaut. Bei der sexuell übertragbaren Krankheit ist meist die Scheidenschleimhaut, oder bei einer oralen Infektion die Mundschleimhaut betroffen. Krankheitsmerkmale sind Juckreiz, Entzündungen im Genitalbereich, sowie Verengung der Harnröhre. Entzündungen der Scheide, Eichel und Vorhaut sind am häufigsten.

Die Krankheit kann durch einen Abstrich festgestellt werden, mithilfe dessen anschließend eine Kultur gezüchtet wird. Die Behandlung erfolgt zum Teil lokal durch Salben und durch intravenös verabreichte Medikamente, welche die Ausbreitung der Pilze verhindern.

Scabies

Synonyme: Krätze

Bei Scabies - umgangssprachlich auch Krätze genannt – handelt es sich um eine Hautkrankheit, die durch Parasiten verursacht wird. Bei diesem Parasit handelt es sich um die so genannte Milbe Sarcoptes. Die Übertragung erfolgt meist durch Körperkontakt, jedoch ist eine indirekte Ansteckung zum Beispiel durch die gemeinsame Benützung von Handtüchern auch möglich.

Typische Symptome während des Krankheitsverlaufes sind Brennen und Juckreiz der auftretenden Hautausschläge, die sich über den ganzen Körper erstrecken können. Der Milbenbefall wird häufig durch Hygienemangel und enge Hautkontakte begünstigt.

Die Behandlung erfolgt durch Abtötung der Parasiten - in erster Linie anhand von Salben und Ganzkörper-Bädern. Um einen Wiederbefall zu vermeiden ist es wichtig, in der Zeit der Behandlung ständig Bettwäsche, Kleidung, Handtücher und sonstige Textilien mehrmals täglich zu wechseln.

Filzlaus

Synonyme: Schamlaus, Phthirus pubis

Die Filzlaus nistet sich in den Haaren – vorzugsweise in den Schamhaaren – des Menschen ein. Weibchen legen ihre Eier in den Haaren ab. Da die Filzlaus sehr menschenbezogen ist, hat diese nach der Entfernung vom Körper kaum Überlebenschance. Typisches Krankheitsmerkmal durch den Befall von Filzläusen ist starker Juckreiz an den gestochenen Stellen und durch Speichel verursacht, da sich die Filzlaus vom menschlichen Blut ernährt.

Die Übertragung der Filzlaus erfolgt von Mensch zu Mensch. Einerseits ist eine Übertragung durch sexuellen Kontakt möglich, andererseits kann es zur passiven Übertragung durch gemeinsam benutzte Textilien kommen.

Um den Filzlausbefall zu bekämpfen, werden häufig Shampoos eingesetzt. Auch eine medikamentöse Behandlung kann nötig sein. Weiters ist es wichtig, mögliche Rückstände in Textilien durch Auskochen zu beseitigen, um einen erneuten Wiederbefall zu vermeiden.

Bakterielle Vaginose

Synonyme: Vaginose, Vaginitis, Gardnerellen-Infektion, Anaerobiervaginose, Aminkolpitis

Bei der bakteriellen Vaginose handelt es sich um eine Infektion der Scheide verursacht durch eine erhöhte Keimanzahl. Ein typisches Krankheitsmerkmal ist der penetrant riechende Ausfluss. Weitere, jedoch selten auftretende Symptome können Juckreiz, Brennen und Rötungen sein. Bei schwangeren Frauen, die an bakterieller Vaginose leiden, kann es zu einem vorzeitigen Blasensprung und zu Wehentätigkeiten, sowie zur Frühgeburt kommen.

Wie auch bei anderen bakteriellen Infektionen kann der Erreger durch einen Abstrich und mikroskopisch nachgewiesen werden.

Die bakterielle Vaginose kann durch Verabreichung von Antibiotika in Form von Tabletten oder Zäpfchen erfolgreich bekämpft werden.

Granuloma inguinale

Synonyme: Donavanosis

Bei Granuloma inguinale handelt es sich um eine chronische Geschlechtskrankheit, die vor allem in tropischen und subtropischen Ländern verbreitet ist. Der Erreger der Krankheit ist das Calymmatobacterium granulomatis.

Die Übertragung der Krankheit erfolgt über sexuellen Kontakt, vor der man sich durch das Praktizieren von Safer Sex schützen kann.

Erste Anzeichen einer Ansteckung sind schmerzhafte, juckende Knötchen im Genitalbereich, die sich im Laufe der Zeit zu Geschwüren umwandeln können. Bei der Frau kann es zur Schwellung der Schamlippen kommen. Bleibt die Krankheit unbehandelt, so kommt es in weiterer Folge zur Zerstörung des Gewebes, Verstümmelung und kann im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Die Krankheit kann durch einen Abstrich erkannt werden und verheilt bei frühzeitiger Erkennung narbenlos. Die Behandlung erfolgt durch die Einnahme von Antibiotikum.


Welche sind die häufigsten Krankheiten?



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